Tauchen an der „Insel, die es nicht gibt“ – der Insel Ferdinandea – ESP09
Im Herzen der Straße von Sizilien, zwischen Sciacca und Pantelleria, verbirgt sich einer der faszinierendsten Orte des Mittelmeers: der Graham-Bank, auch bekannt als Ferdinandea-Insel. Eine vulkanische Insel, die im Juli 1831 plötzlich aus dem Meer auftauchte und Europa mit Lapilli, Ausbrüchen und internationalen Rivalitäten in Aufregung versetzte. Doch nach nur sechs Monaten versank sie wieder und hinterließ eine atemberaubende Unterwasserlandschaft.
Heute ist dieser Ort ein echtes Paradies für erfahrene Taucher, die die Überreste des versunkenen Vulkans Empedokles erkunden können – zwischen vulkanischen Felstürmen, schwarzem Sand und einer außergewöhnlichen Artenvielfalt. Bereits in nur 8–9 Metern Tiefe öffnet sich ein Plateau, das von Brassen und Blaubarschen bevölkert ist, mit Kanten voller Juwelenanemonen, die in einen regelrechten Sargassowald übergehen. In dessen Spalten verstecken sich Drachenköpfe, kleine Zackenbarsche, Langusten, Muränen und viele weitere Arten.
Beim Abstieg auf 25–30 Meter dringt man in den Vulkankegel ein, in eine Szenerie, die fast wie eine Mondlandschaft wirkt: schwarze Felsspitzen, bedeckt mit farbigen Schwämmen, Seesternen, Nacktschnecken, Cerianthus-Röhrenanemonen und vielen anderen Wundern für Unterwasserfotografen.
Im umliegenden Blau sind häufig Schwärme von Barrakudas, Bonitos und Elektrochen zu sehen, und mit etwas Glück auch Mobulas, Zahnbrassen, Amberjack, Delfine, Schildkröten und sogar Fuchs- und Blauhaie.
























